Ernährung ist ... Geschmacksache? Ein Interview zum Wirken lassen

Ein grosses Dankeschön an den Ebl-Biomarkt für das tolle Interview

Ernährung ist … Geschmacksache?

Wissen Sie, was ein Frutarier is(s)t oder ein Peganer oder ein Makrobiotiker? Während vegetarisch und vegan längst etablierte Ernährungs- bzw. Lebensstile sind, gibt es mittlerweile so viele verschiedene Ernährungsformen und Essenstrends, dass man schnell den Überblick verliert.

Welcher Ernährungsstil ist der richtige für mich?
Wir haben Beate Birkel, Ernährungs-Beraterin nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und Lehrerin für Yoga und Entspannungstechniken in Nürnberg gefragt.
„Nach den Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin ist gesunde Ernährung, eine Ernährung, die auf die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse eines jedes Einzelnen abgestimmt ist. Eine naturbelassene, abwechslungsreiche Ernährung, die uns mit ausreichend Energie und allen wichtigen Nährstoffen versorgt, ist die Basis für körperliche Gesundheit und Wohlbefinden. Zudem spielen bei der TCM auch äußere Faktoren eine Rolle: Die Art des Berufes, Jahreszeiten, äußeres Umfeld und Freizeitgestaltung ebenso wie Lebensmittel-Vorlieben und -Abneigungen.“

Wie findet man heraus, welche Lebensmittel am besten zu einem passen?
„Am besten, indem man seinen Konstitutionstyp bestimmen lässt. Was dem Einen nützt, kann dem Anderen schaden. Eigentlich wissen wir oder unser Körper sehr genau, was uns guttut und was nicht. Aber in unserer schnelllebigen Gesellschaft und dem ganzen Überangebot von Nahrungsmitteln kann man rasch den Überblick verlieren. Das verleitet schnell dazu, auf die (für uns) falsche Ernährung zu setzen.“

Wie können wir besser auf unseren Körper hören?
„Das ist tatsächlich gar nicht so einfach und daher ein Lernprozess. Die wenigsten wissen, wie unsere Nahrungsmittel zubereitet und kombiniert werden müssen, damit sie ihre positive Wirkung auf unseren Organismus entfalten. Manche sind auch hochambitioniert, sich „richtig“ zu ernähren, setzen jedoch auf den „falschen Ernährungs-Trend“ und tun sich und ihrem Körper damit keinen Gefallen. Früher wurde Ernährungswissen von Generation zu Generation übertragen – einfach durch die Weitergabe von Familienrezepten. Verarbeitet wurden nur regionale Erzeugnisse plus eigene oder exotische Gewürze. Es gab viel Gemüse, Getreide, Knollen, Hülsenfrüchte und Eingelegtes, wie Sauerkraut, Rote Bete oder Kompott.“

Soll das heißen, dass die Hausmannskost unserer Urgroßeltern gar nicht so schlecht war?
„Absolut! Es wurde täglich frisch gekocht, mit wenigen Zutaten. Fleisch kam nur in Maßen auf den Tisch und mindestens einmal am Tag gab es ein warmes Essen. Am faszinierendstes ist, dass die einzelnen Zutaten so miteinander kombiniert wurden, dass sie sich ergänzen oder ausgleichen und so optimal auf den Organismus einwirken.“

Und was empfehlen Sie den Menschen heute?
„Jedem oder jeder etwas anderes – je nach Konstitution. Die richtige Ernährung ist so vielfältig wie die Menschen, die zu mir kommen. Im 1:1-Gesprächen erarbeiten wir gemeinsam einen individuellen Ernährungsplan, der alle oben erwähnten Bausteine berücksichtigt. Die Grundlage für jedes individuelle Ernährungsmodell sind frische, hochwertige und möglichst natürliche Zutaten in Bio-Qualität. In ausgewogener Kombination und verfeinert mit wertvollen Gewürzen steigern sie unser Wohlbefinden. Das Wichtigste ist natürlich, dass die Ernährung zum jeweiligen Lebensstil passt und schmeckt. Ernährung sollte aber nie zum Dogma werden. Da bin ich selbst das beste Beispiel: Laut meiner Konstitution wäre es für mich besser, Kaffee zu meiden, aber meine  Tasse Kaffee am Morgen ist nicht nur geschmacklicher, sondern auch seelischer Genuss. Wir sind schließlich nicht nur Körper, sondern auch Geist. Übrigens: Frutarier sprechen auch Pflanzen eine Seele zu, weshalb sie nur pflanzliche Produkte essen, die ohne Beschädigung der Pflanze zu gewinnen sind, wie Fallobst, Nüsse, Beeren, Getreide und Samen. Peganer ernähren sich nach einem Low-Carb-Speisplan, der sich an die Ernährung in der Steinzeit orientiert (Paleo), mit stark reduziertem Anteil tierischer Produkte. Die Makrobiotik lehrt, dass alles Energie ist. Damit Ying und Yang im Einklang sind essen Makrobiotiker vorwiegend Vollkorngetreide, Naturreis, Gemüse und Hülsenfrüchte.“

Über ihre Website www.frauenzeiten.de bietet Beate Birkel individuelle Ernährungsberatungskurse – für Unternehmen und für Privatpersonen an, sowie spezielle Ernährungsprogramme für Frauen.

Herzliche Grüße

Friederike Tetiwa (ebl-Redaktion)

 

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